16
Jan

96 | Fuck the Canon - Royal Academy Summer Exhibition

I was in London a while ago, staying for a few Days. It was rainy and cold for the first time in months, which, while I enjoyed the more normal London climate very much, made being outside uncomfortable, so we went to see the 250th Royal Academy Summer Exhibition. It was a revelation.

23
Dec

E3 | Der dichtende Wrestler in der Hamburger Kunsthalle


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26
Nov

87 | Der exaltierte Voyeur

Wer nicht, wie wir, die Ausstellung von Innen nach Außen begeht, sondern vom Eingang aus, der wird von der Transparent City Serie begrüßt. Eins der ersten Bilder zeigt eine nächtliche Skyline. Und ist an Austauschbarkeit kaum zu überbieten. Desktop-Hintergrund-Fotografie. Spätere Bilder werden stärker. Aufnahmen von Glas-Hochhäusern, direkt von gegenüber. Daneben, stark vergrößert, einzelne Portraits einzelner Bewohner. Entstanden durch extreme, digitale Vergrößerung. Ein erster Versuch der Charakterisierung. Der jedoch am fehlenden Kontext scheitert. Es wird keine Lebensgeschichte erzählt. Kein Blick in die Wohnung gewährt, die Personen hängen oft neben Bildern, in denen sie gar nicht zu finden sind.

10
Oct

82 | 2018: a Karlsruhe Odyssey

In dem dreistöckigen Haus am Krokusweg hat sich seit meiner Ankunft am Freitag kaum etwas bewegt. Zu dem Paket von Hello Fresh, inzwischen wohl Good Bye Welk, hatte sich am Samstag noch ein Luftbrief gesellt. Die Crocs im Zweiten liegen noch immer in derselben Konstellation, in der wir sie zurückgelassen hatten, um zu schauen, ob sich in dem dreistöckigen Haus am Krokusweg etwas bewegen würde. Hinter der Tür riecht es nach toter Oma. 9 Duft-Teelichter (Apfel-Zimt) mit einer addierten Brenndauer von 36 Stunden sind machtlos. Jerome studiert jetzt an der KIT. Ich nicht. Aber nach Karlsruhe bin ich trotzdem mitgekommen.

26
Sep

80 | Wach mit Streichholzkindern

Der Film beginnt mit Masturbation. Weiblicher Masturbation. Wären wir in den 80ern, hätten wir hier einen handfesten Skandal im Sperrbezirk. Wir sind aber in den modernen Zeiten. Die ja eigentlich schon mit Charlie Chaplin anfingen, aber manche Dinge brauchen Zeit - Hefeteig zum Beispiel. Carlotta filmt und masturbiert. Filmt sich beim Masturbieren. Kommt tonlos. Ausdruckslos. Dazwischen schnell geschnittene Videoschnipsel in 4 zu 3. Es wird artsy. C. spürt nichts mehr. Nicht einmal den eigenen Orgasmus. Aber sie will doch fühlen! Angst haben, um zu wissen, dass sie lebt. Wach bleiben, um zu wissen, dass es das noch gibt. Das high. Das pure Gefühl. Davon handelt Wach von Kim Frank. Eine kurze Charakterskizze der Generation Z. Einer Generation, wie zweite Geschwisterkinder. Alles schon gesehen, nichts schockiert noch.

17
Aug

74 | Wie man dem toten Hasen die Bilder erklärt (Wien)

Das erste, was ich in Wien nach 9 Stunden Zugfahrt bewusst lese, ist: “Guten Morgen, flüstert die Bio-Handsemmel zur Butterflocke”. Und es ist Werbung an einem Bäcker. Das Wort Butterflocke liest sich schon wienerisch. Buudterfloagke. Bäcker neigen dazu, Werbetexte zu haben, die außerhalb ihres natürlichen Lebensraumes, der Bäckerei, ziemlich deplatziert wirken. Mein Liebling stammt von der Effenberger Vollkornbäckerei. Der Aufbau des Humus ist unsere Zukunft. Werbetext mit Laib und Seele. So wie Bäcker in der Freiburg-Gegend.

14
Aug

E1 | 1 Tee mit Peter Albers


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17
Jun

61 | Schriftzeichen aus Stahlbeton (VRHAM)

Wir betreten das VRHAM Festival durch einen dumpfen Tunnel. Achtung, Zitat: “Virtual reality is like dreaming with your eyes wide open”. Das “Open” leuchtet uns in geschlungen-orangen Leuchtbuchstaben entgegen. Willkommen in der neuen Realität, es ist offen. Und umsonst. Und noch leer. Denn es ist Eröffnungstag. Wir haben uns extra beeilt, hatten auf Konfetti und Banddurchschneiden, wie sie das mit den neuen IPhones immer machen, gehofft. Oder auf Goodie-Bags. Warum gibt es eigentlich keine Goodie-Bags mehr auf Geburtstagen, so wie das früher immer war? Links die Bar mit hippen Limos und Weißweinchen, Rechts ein blau erleuchtetes Zimmer im Biedermeierstil, in dem schon die Ersten in das hineinstarren, was wohl bald die Welt so stark verändern wird, wie einst das Feuer. Tief hinein starren sie, in die virtuelle Realität. Gott sei Dank starrt noch nichts zurück. Prometheus brachte dem Menschen einst das Feuer. Und ich bringe diesen Bericht vom VRHAM! Virtual Reality & Arts Festival:

09
May

49 | Kontemporärer Bericht vom New Walls

Ich gehe eher ungern zu Kulturveranstaltungen in den, als besser gestellt geltenden, Bezirken. Und noch weniger gerne zu welchen, wo die Eintritt nehmen. Der “Disco Flow-Markt”, ja ganz aufregend mit “W” statt “H”, hieß so, weil da irgendeine total angesagte DJane, um den geschlechtsspezifischen Begriff zu verwenden, aufgelegt hat. Wobei ja von Auflegen nicht die Rede sein kann, weil man ja nur einen USB-Stick reinsteckt. Und hoffentlich auch wieder sicher entfernt. Also hat die total angesagt DJane da halt Reingesteckt. Na auf jeden Fall war dieser Disco Flow Markt eine Kulturveranstaltung dieser Art und enttäuschend. Da waren nur “Influencer” von Instagram und so kleine Designkollektive, wo zwei Mitzwanzigerinnen mit Bob-Schnitt inspirierende Botschaften im Handmade-Look und Schwarz und Gold und Postkartenformat verkaufen. Vor der Tür haben die bärtigen Freunde der ganzen Influencerinnen und Designerinnen gevapet. Ehrlich, wenn vor der Tür Männer mit Bart und Chicago-Bulls Cap vapen, dann geh da nicht rein, da ist das immer scheiße. Aber das New Wall Festival war besser. Obwohl das am Neuen Wall war (man erkennt nun die Genialität der Namenswahl, Chapeau!) und 5€ Eintritt kostete (dafür hätte ich eine ganze Grußkarte in Schwarz-Gold bekommen können!). Aber vor der Tür hat keiner gevapet.

30
Mar

38 | Rinderherz, von Milch umflossen

Noemi Nicolaisen beginnt am Anfang. Bei der Grundlage. “Luft, atmen” heißt ihr Kurzfilm, den mein Freund Kai Lietzke filmisch umgesetzt hat. Es geht um Emotionen. Aber eigentlich geht es um viel mehr als das. Eingelegte Kirschen in Gesichtern, Schokoküsse auf Lippen, benutzte Binden auf Pullovern. Rinderherz von Milch umflossen. Kai und sie haben mir viel erzählt, vom Davor, Danach und Dahinter. Von der tiefen Faszination für den Ekel, das Hässliche, vom impulsiven Erzählen.

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