30
Jun

64 | Geschichten aus Goblinstadt Eins

Auch Goblins lieben Musik. Und das heißt, weil in der Goblinstadt das Geld auf der Straße liegt, die Musiker aus ganz Caderia in die Goblinstadt wandern, um ihr Glück zu versuchen. Doch nur wenigen gelingt der Durchbruch. Wer aber erfolgreich ist, von dem werden auch gerne Plakate aufgehängt. Eine Band ist besonders beliebt so, dass ihre Poster sogar gut sichtbar im Handelsviertel hängen, ohne abgerissen zu werden. Der Fankult um die Hobgoblins erreicht neue Höhen. Die Bartperle, die der Bassist trägt, war lange ausverkauft, da jeder Fan eine zu Hause haben wollte. Jetzt ist sie aber wieder erhältlich. Die Frage ist nur: Wie teuer war die Bartperle des Hobgob Bassisten?

22
May

54 | Leben ist tödlich

Ein Jeder, der eben jene Shell-Tankstelle an diesem Vormittag zwischen 12.32 Uhr und 12.35 Uhr betrat, sollte viele Jahre später dem inzwischen gefährlichsten Sternzeichen zum Opfer fallen. Denn der Krebs, der von eben jener Shell-Tankstelle zwischen 12.32 Uhr und 12.35 Uhr verursacht wurde, war Einer, von der Sorte: Stadtreinigung am ersten Wintertag. Er streut. Eben jene Shell-Tankstelle hatte sich an eben jenem Vormittag in eine Todesfalle verwandelt. Vielleicht kommen die Krankheiten ja daher, genau weiß das ja sowieso keiner. Zu dem Thema Sternzeichen übrigens: Bis ins späte 17. Jahrhundert hinein liefen besonders “Jungfrauen” Gefahr von Drachen gefangen genommen und von, in total sexistischen Rollenbildern gefangenen, Rittern befreit zu werden nur um danach den Göttern geopfert zu werden, damit sie den Rittern doch bitte die blöden Drachen vom Hals halten. Heute riskiert man als Jungfrau nur noch von Dr. Sommer beraten zu werden.

19
May

53 | Der lachsrosa Herr mit der Kaffeetasse

Der Herr, der da meinen Cappucino zubereitet, ich weiß: Er ist der Inhaber. Ich kann nicht sagen, woher ich das weiß, aber ich wusste es sicher. Ich hatte ihn hier zuvor noch nicht gesehen. Er trägt lachsrosa Hemd, blonde Haare nach hinten und hat diese ganz glatte, straffe Haut, die reiche Menschen manchmal einfach haben. Er erinnert mich ein wenig an Hannibal Lecter. Oder an den Vater, von einem Mädchen, das einmal in meiner Klasse war, wobei ich ihren Vater noch nie gesehen hatte, ich hatte nur das Gefühl, dass er so aussehen müsste.

16
Apr

42 | Du bist ein selbstsüchtiger Salat

Ich hätte nie erwartet, dass ein Lehrvideo zu Stoffkreisläufen, besonders nicht eins vom Simple Club*, mich einmal dazu bringen würde, meine Existenz zu hinterfragen (die verstoßen nämlich gegen ziemlich viele Hipnes-Grundsätze, dazu im Anhang mehr**). Aber das hat es. Es ward Sonntag gewesen, Gestern, und ich ward am lernen für mein Abitur in Chemie gewesen, eben jenes ich just vor einer Stund abgelegt, Montag, Heute. Im A-Heft (dem, nun zentralisierten, Vorgabenplan für das schriftliche Abitur) stand auch was von Kohlenstoff- und Stickstoffkreisläufen. Ich also an den Laptop, Erklärvideos gucken. Ja, die sind toll. Es kommt dieser Moment in dem Alex mir erklärt, dass die Phytoplankten im Wasser ja das CO2 in Sauerstoff umwandeln einfach nur weil sie das halt so machen. Atme ein. Und damit dann ganz aus Versehen Teil des großen Gleichgewichts der Hydrosphäre sind. Das ist ihr Lebenssinn. Atme aus. Bin ganz aus Versehen Teil vom großen Gleichgewicht geworden.

27
Mar

37 | Erlebnisse mit sexy Saftpressern

In dem Moment in dem ich auf meinem Laptop das “I” gedrückt habe um diesen Post zu beginnen sitze ich im Joe and the Juice in der Innenstadt, direkt am Jungfernstieg. Eigentlich wollte ich heute über etwas Anderes schreiben, aber das kann warten. Ich sitze hier jeden Dienstag. Und heute ist Dienstag. Ich sitze hier, weil es sich für mich nicht lohnt zwischen Schule und Hapkido nach Hause zu fahren. Ich sitze in Joe`s Saftladen und trinke. Kaffee. Den gibts hier auch, Cappucino, 3,40€, wie immer. Und ich merke, dass das hier alles ganz schön hipp ist. So wie in vielen anderen Läden auch. Läden die auch Saft verkaufen. Was macht denn Saft so sexy?

24
Mar

36 | #DeleteTheInternet

Ich war ja nie auf Facebook. Das war mir immer zu vollgemüllt mit Menüs und Unterseiten. Und so richtig verstanden was ich da nun genau machen soll hab ich auch nie. Aber auch ohne mich ist Facebook das größte Soziale Netzwerk des Planeten. Von Mark, gegründet nachdem er einen Weg gesucht hatte, seine Frustration über die Abweisung von Frauen zu verarbeiten. Mit einem Netzwerk in dem Frauen nur aufgrund ihres Aussehens bewertet werden können. Hätte jetzt auch Tinder werden können, wurde dann aber Facebook.

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