15
May

52 | Vierzig zu Eins

Gestern Abend war ich noch im Thalia, in “Panikherz”. Handelt von einem magersüchtigen Rolling-Stone Reporter, der seine Magersucht mit Kokain überkommt und nebenbei ein riesen Lindenberg Fan ist. Der Satz, der für mich definierend war: “Ich stecke mir die elektrische Zahnbürste in den Kopf”. Technisch richtig, der Mund ist Teil des Kopfes, und doch irgendwie unangenehm, diese Formulierung. Aber es ist doch so. Das ist kein Mund mehr. Das ist bloß eine Körperöffnung.

09
May

49 | Kontemporärer Bericht vom New Walls

Ich gehe eher ungern zu Kulturveranstaltungen in den, als besser gestellt geltenden, Bezirken. Und noch weniger gerne zu welchen, wo die Eintritt nehmen. Der “Disco Flow-Markt”, ja ganz aufregend mit “W” statt “H”, hieß so, weil da irgendeine total angesagte DJane, um den geschlechtsspezifischen Begriff zu verwenden, aufgelegt hat. Wobei ja von Auflegen nicht die Rede sein kann, weil man ja nur einen USB-Stick reinsteckt. Und hoffentlich auch wieder sicher entfernt. Also hat die total angesagt DJane da halt Reingesteckt. Na auf jeden Fall war dieser Disco Flow Markt eine Kulturveranstaltung dieser Art und enttäuschend. Da waren nur “Influencer” von Instagram und so kleine Designkollektive, wo zwei Mitzwanzigerinnen mit Bob-Schnitt inspirierende Botschaften im Handmade-Look und Schwarz und Gold und Postkartenformat verkaufen. Vor der Tür haben die bärtigen Freunde der ganzen Influencerinnen und Designerinnen gevapet. Ehrlich, wenn vor der Tür Männer mit Bart und Chicago-Bulls Cap vapen, dann geh da nicht rein, da ist das immer scheiße. Aber das New Wall Festival war besser. Obwohl das am Neuen Wall war (man erkennt nun die Genialität der Namenswahl, Chapeau!) und 5€ Eintritt kostete (dafür hätte ich eine ganze Grußkarte in Schwarz-Gold bekommen können!). Aber vor der Tür hat keiner gevapet.

08
Jan

18 | Begegnung mit dem fremden Zwilling

25
Dec

16 | Alice Neel hat keinen Bock

Wir alle haben manchmal einfach keinen Bock. Alice Neel auch. Im Rahmen der Kunstmeilen Aktion vom Hamburger Abendblatt habe ich mich gemeinsam mit Till( Instagram: @lordhimbert) in die Deichtorhallen bequemt um einmal die Ausstellung über Alice Neel - Painter of modern life - zu begutachten. Und wir haben festgestellt: Alice Neel hat manchmal einfach keinen Bock. Aber Alice war so schlau das später zu ihrem Erkennungsmerkmal, einem Stilelement zu kondensieren.

30
Oct

5 | Grosser, bunter Spielplatz

Inmitten der Industriekulisse der Elbinsel Wilhelmsburg Süd liegt das Gelände des Artville Festivals. Jedes Jahr, bevor in Hamburg mit dem Dockville die internationale Musikszene Einzug hält findet sich vorher die internationale Kunstszene am selben Ort zusammen. In einer offenen Ausschreibung kann jeder Projekte für das Festival einreichen. Und so entstand auch dieses Jahr wieder ein großes, verwunschenes Festivalgelände voller Kunstprojekte in ihrer Entwicklung, letztes Jahr zum Thema Geisterstadt, dieses Jahr zum Thema Oasen.

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